Unsere Ziele
Mittelfristige Ziele (in den nächsten 3–5 Jahren)
- Steigerung der ambulanten Operationsquote: Die derzeitige ambulante Operationsquote von ca. 5 % soll innerhalb der nächsten fünf Jahre auf 15–20 % erhöht werden, um sich der internationalen Benchmark anzunähern.
- Ausbau regionaler Versorgungszentren: Flächendeckender Aufbau und Ausbau ambulanter Operationszentren in den größeren Städten und strategisch relevanten Gebieten, um eine schnelle und effiziente Versorgung zu gewährleisten.
- Integration in das öffentliche Versorgungssystem: Ambulante Operationsmodelle sollen eng mit öffentlichen Einrichtungen, Gesundheitshotlines und Primärversorgungszentren kooperieren, um die Zuweisung von Patienten und die Kommunikation zwischen den Akteuren des Gesundheitswesens zu vereinfachen.
- Sicherung der Kostendeckung: Einführung fairer Finanzierungsstrukturen für ambulante Eingriffe, um die wirtschaftliche Attraktivität ambulanter Operationen zu fördern und damit den Betrieb neuer ambulanter Zentren langfristig zu sichern.
Langfristige Ziele (in den nächsten 10–15 Jahren)
- Optimierung der Kostenstruktur und Senkung der Gesundheitsausgaben: Durch die zunehmende Verlagerung planbarer Eingriffe in den ambulanten Bereich sollen langfristig die stationären Gesundheitskosten reduziert und die Gesamtausgaben des Gesundheitswesens nachhaltig gesenkt werden.
- Etablierung Österreichs als Vorreiter der ambulanten Versorgung: Mittelfristig wird eine flächendeckende ambulante Versorgung angestrebt, die mit internationalen Benchmarks im Bereich ambulanter Eingriffe vergleichbar ist, insbesondere in Fachbereichen wie der minimalinvasiven Chirurgie.
- Kontinuierliche Effizienzsteigerung durch moderne Technologien: Die Integration fortschrittlicher Technologien, wie etwa Robotik und spezialisierte Bildgebung, soll ambulanten Einrichtungen langfristig erlauben, innovativ und effizient zu arbeiten, sowie deren Leistungsspektrum kontinuierlich zu erweitern.
- Dauerhafte Entlastung der Spitalsinfrastruktur: Durch den konsequenten Ausbau der ambulanten Versorgung soll die stationäre Kapazität langfristig für dringliche und komplexe Fälle reserviert und optimal ausgelastet sein.
Schlussfolgerung
Der internationale Vergleich zeigt das große Potenzial Österreichs zur Steigerung der ambulanten Operationsquote. Herausforderungen wie die Akzeptanz ambulanter Eingriffe in der Bevölkerung und die Ressourcenengpässe im medizinischen Personal sollten durch gezielte Kampagnen und Anreizsysteme adressiert werden. Zudem kann eine enge Verzahnung ambulanter und stationärer Angebote sicherstellen, dass der Übergang reibungslos und die Qualität der Patientenversorgung stets gewährleistet ist. Größte Hürde in der Umsetzung ist die Finanzierung ambulanter operativer Leistungen, die derzeit durch die unterschiedlichen Zuständigkeiten zwischen ambulant und stationärem Bereich zwischen Gesundheitskassen, sowie Bund und Ländern aufgeteilt ist. Eine gemeinsame Finanzierung oder die Etablierung einer dritten Säule für den ambulant öffentlichen Sektor, ähnlich wie in Deutschland, wäre denkbar.